Landwirtschaft
"Mehr Bürokratie"
NEUMARKT. Bezirksbäuerin Stilla Klein und BBV-Bezirkspräsident Franz Kustner kritisieren den Entwurf für das "Umweltgesetzbuch".
"Kein Umweltgesetzbuch ist besser als ein Umweltgesetzbuch in seiner derzeitigen Form" erklärten Kustner und Klein in einem Schreiben an alle oberpfälzer Bundestagsabgeordneten. Der derzeit vorliegende Entwurf verfehle in weiten Teilen das Ziel der Bundesregierung, das Umweltrecht zu vereinfachen. Stattdessen enthalte er zahlreich Verschärfungen und lasse aufwändigere Genehmigungsverfahren sowie weitere Eingriffe in das Eigentumsrecht erwarten.
Kustner und Klein kritisierten insbesondere die geplanten Verschärfungen bei den baulichen Anforderungen von Güllegruben, die flächendeckende Errichtung von Gewässerrandstreifen sowie die Möglichkeit für Behörden, auch außerhalb von Wasserschutzgebieten entschädigungslos Anordnungen zu erlassen.
"Die Einführung eines Vorverkaufsrechtes für den Naturschutz ist ordnungspolitisch völlig verfehlt und zur Erreichung naturschutzrechtlicher Ziele nicht erforderlich", erklärten Kustner und Klein. Dies sei zudem höchst bedenklich, da es allen anderen Vorkaufsrechten im Range vorgehen soll.
"Durch die Einschränkung der Unberührtheitsklausel im Jagdrecht werde den Ländern die Gesetzgebungskompetenz genommen und das Landesjagdrecht vom Naturschutzrecht überlagert", heißt es weiter.
Zudem müsse auch im Umweltgesetzbuch die Reduzierung des Verbrauchs land- und forstirtschaftlicher Flächen Priorität haben. Hier bleibe der Entwurf weit hinter dem zurück, was in Bayern und anderen Bundesländern bereits praktiziert werde.
Die bayerische Land- und Forstwirtschaft, aber auch andere Branchen der bayerischen Wirtschaft würden durch das Umweltgesetzbuch mit zusätzlicher Bürokratie belastet - obwohl in politischen Reden Bürokratieabbau versprochen werde - und somit im europäischen und globalen Wettbewerb benachteiligt.
Nicht zuletzt müssten auch die Verbraucher befürchten, dass ein Teil der Kosten auf sie umgelegt werden, hieß es.
19.09.08
"Bayern weiter vorn"
NEUMARKT. Nach Meinung von MdEP Albert Deß bleibt Bayern bei den Agrarumweltmaßnahmen "Spitze".
Die EU-Kommission hat das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm von Landwirtschaftsminister Josef Miller genehmigt. "Das stärkt die europaweite Vorreiterrolle Bayerns beim Natur- und Artenschutz. Partnerschaftliches Miteinander von Landwirtschaft und Umweltschutz haben in Bayern seit jeher einen hohen Stellenwert", sagt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe und Landesvorsitzender der CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft.
Der Freistaat sei damit bundesweit das einzige Land, das bereits 2008 verbesserte Förderungen anbieten könne. Unter der Federführung von Staatsminister Josef Miller sei das Kulturlandschaftsprogramm sehr attraktiv gestaltet worden, darüber könnten sich die bayerischen Bauern freuen.
Nach der Genehmigung des Programms durch die EU könnten in Bayern deshalb bereits im laufenden Jahr die Förderbedingungen im Agrarumweltbereich gezielt verbessert und neue Naturschutzmaßnahmen aufgenommen werden.
Gefördert werden Maßnahmen zur Vermeidung von Erosion und Nährstoffauswaschung. Der Gewässerschutz und die Vernetzung der Biotope werden weiter verbessert. Neu im bayerischen Kulturlandschaftsprogramm ist das Programm "Sommerweidegang" für Rinder. Auch wegen seiner unbürokratischen Ausgestaltung finde es großen Anklang bei den landwirtschaftlichen Betrieben.
17.09.08
Vom Baum zum Balken
NEUMARKT. Das Amt für Landwirtschaft und Forsten veranstaltet in Breitenbrunn eine Führung "Vom Baum zum Balken".
Wie wächst ein Baum? Wieviel Kohlendioxid nimmt er im Laufe seines Lebens auf? Wie wird der nachwachsende Rohstoff Holz zu hochwertigen natürlichen Baustoffen weiterverarbeitet? Welche Rolle spielt das Holz im regionalen Wirtschaftskreislauf als Grundlage für handwerkliche Betriebe?
Zu diesem Thema veranstaltet das Amt für Landwirtschaft und Forsten am Samstag eine Führung, in der sowohl der Wald wie auch ein Sägewerk besucht werden. Die Besucher haben die Möglichkeit, den Einschnitt im Sägewerk selbst mitzuerleben.
Sägewerksmeister Konrad Ehrl und Forstdirektor Michael Roßkopf werden die Teilnehmer führen. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz vor dem Sägewerk Ehrl in Breitenbrunn, Dürner Straße.
16.09.08
Mit BBV nach München
NEUMARKT. Der Neumarkter Bauernverband bietet Bus-Tagesfahrten zum "Zentral-Landwirtschaftsfest" nach München an.
Die große Landwirtschaftsschau unter dem Motto "Landwirtschaft voller Energie und Leben" findet vom 20. bis 28. September zeitgleich mit dem Oktoberfest auf der Münchner Theresienwiese statt und ist nach Meinung des BBV-kreisverbandes eine "ideale Gelegenheit für Verbraucher, sich über Landwirtschaft und Lebensmittel zu informieren".
Die Geschäftsstelle des Bayerischen Bauernverbandes Neumarkt bietet für diese Veranstaltung Eintrittskarten mit MVV-Nutzung im Vorverkauf an. Für Montag, 22. September, und Samstag, 27. September, werden Tagesfahrten mit dem Bus vom BBV-Kreisverband Neumarkt angeboten.
Interessenten können sich bis 10. September unter Telefon 09181/266840 anmelden. Am 25. September findet eine ZLF-Fahrt für BBV-Ortsbäuerinnen und deren Stellvertreterinnen statt. Auch hierzu sind noch Anmeldungen bis 10. September möglich.
28.08.08
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