SPD Neumarkt

Das SPD-Bürgerbüro

in der Ringstraße 5a in Neumarkt ist geöffnet :
Montag - Mittwoch - Freitag jeweils von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr.
Dienstag und Donnerstag bleibt das Büro bis auf weiteres geschlossen.
Das Büro ist erreichbar unter Telefon 09181/500 990, Fax 09181/29 88 00

„Unterschätztes Gesetz“

NEUMARKT. Von einer Herausforderung, die mindestens so groß sei wie die Zusammenführung von Ost und West, sprach Carsten Träger, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, im Zusammenhang mit den Bestrebungen, Deutschland bis zum Jahr 2050 treibhausgasneutral zu machen.

„Ohne Fridays for Future wären wir mit dem Klimapaket nicht so weit gekommen, wie wir heute sind“, sagte er im Hinblick auf den Einfluss, den die Klimabewegung um die schwedische Aktivistin Greta Thunberg auf die Politik gehabt habe. Das von der großen Koalition beschlossene Klimaschutzgesetz sei zudem das am meisten unterschätzte Gesetz der letzten Jahre.


Die Mobilität der Zukunft war das Thema des Vortrags, den Carsten Träger im Rahmen des „Neumarkter Bürgerdialogs“ der Neumarkter SPD im Johanneszentrum hielt. Dass die individuelle Mobilität ein hohes Gut sei, das es zu bewahren gelte, lag Träger am Herzen. Man wolle die Freiheit der Bürger keinesfalls einschränken. Gleichzeitig gelte es jedoch, Alternativen zum fossil angetriebenen Individualverkehr zu entwickeln, um der fortschreitenden Klimaerwärmung entgegenzuwirken.

Im Anschluss des Vortrags entspann sich im Dialog mit den Zuhörern eine rege Diskussion zum Beispiel auch darüber, wie ein leistungsfähigerer Personennahverkehr geschaffen werden könne. Der ÖPNV in Neumarkt soll auch das Thema des nächsten „Neumarkter Bürgerdialogs“ am 6. Februar sein.

24.01.20

Kleine Narren

NEUMARKT. Für alle kleinen Feen, Indianer, Draculas und anderen Faschingsbegeisterten findet am Sonntag, 2.Februar, von 14 bis 17 Uhr wieder der große Kinderfasching der Neumarkter SPD im Johanneszentrum statt.

Neben Spielen und Spaß erwartet die kleinen Narren ein Besuch des Kinderprinzenpaares der Sulzbach-Rosenberger Faschingsgesellschaft Knappnesia, die vom Tanzmariechen der Bambini-Garde begleitet werden, sowie eine Maskenprämierung.


Höhepunkt der Veranstaltung ist die große Tombola mit 400 kleinen und großen Preisen. Als Hauptpreis wartet ein Fahrrad auf den Gewinner.

Für die musikalische Untermalung sorgt DJ Spitz aus Berg. Einlass ist bereits um 13 Uhr. Der Eintritt ist für Kinder frei, für erwachsene Begleitpersonen beträgt er 3 Euro.

24.01.20

„Desaster in Parsberg“

NEUMARKT. Die schnelle Schließung des Parsberger Krankenhauses zeugt nach SPD-Meinung von einem „eklatanten Führungsversagen“ des Landrats und des Vorstands.

Das Kommunikationsmanagement der letzten Monate sei dilettantisch gewesen, hieß es in der letzten Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion. Die Sozialdemokraten forderten in Zusammenhang mit der überraschend schnellen Ende des Krankenhauses in Parsberg (wir berichteten mehrfach) eine „umfassende Information des Kreistages zu diesem Thema“.

Das wichtigste Ergebnis der Sitzung zum Thema Gesundheitsversorgung ist nach den Worten von Fraktionssprecher Dirk Lippmann, dass die SPD im Landkreis ein ganzheitliches Gesundheitskonzept für den gesamten Landkreis anstrebe. Bergs Bürgermeister und stellvertretender Landrat Helmut Himmler sagte, dass es bei der aktuellen Diskussion um die Schließung des Parsberger Krankenhauses nicht nur um Neumarkt und Parsberg gehen dürfe, sondern dass hier alle Landkreisgemeinden eingebunden werden sollten. Die Diskussion sei hier viel zu verengt, die Prämisse müsse sein, eine bestmögliche Gesundheitsversorgung im ganzen Landkreis zu erreichen. Dabei stehe im Mittelpunkt, welche Strukturen für die Zukunft tragen würden, wie die Versorgung mit Hausärzten, Fachärzten und weiteren Leistungen der Gesundheitswirtschaft zukunftsfähig geregelt werden könne.


Dabei sei natürlich das Klinikum Neumarkt ein wichtiger und tragender Baustein, sagte Kreisrat Stefan Großhauser.

Der Ärger über die vorgezogene Schließung halte bei ihm immer noch an, berichtete der scheidende Kreisrat Erwin Jung aus Parsberg und sprach von einem „eklatanten Führungsversagen des Landrats und von Vorstand Weymayr“. Früher sei beim Vorgänger-Landrat Albert Löhner immer klar gewesen, dass Parsberg ein Teil der Gesundheitsversorgung im Landkreis sei, aber bei der jetzigen Klinikleitung und Landrat Gailler als Vorsitzendem des Verwaltungsrates sei keine Strategie erkennbar gewesen, das Parsberger Krankenhaus zu erhalten.

Jung ärgere sich „maßlos“ darüber, „dass immer wieder Versprechungen gemacht wurden, um die Lorbeeren bei der Bevölkerung einzuheimsen“. In und um Parsberg sei in den vergangenen Monaten viel Vertrauen in den Landkreis kaputtgegangen.

Keisrat Josef Mayer aus Berching kritisierte, man habe den Menschen in Parsberg mit dem Haus der Gesundheit „einen Köder hingeworfen“, aber mit der vorgezogenen Schließung stehe man jetzt mit leeren Händen da. Das Kommunikationsmanagement der letzten Monate sei „dilettantisch“ gewesen. Außerdem mahnte er eine umfassende Information des Kreistages zu diesem Thema an.

Kreisrat Michael Meyer aus Pilsach brach eine Lanze für die Mitarbeiter des Parsberger Krankenhauses. Innerhalb von zwei Wochen hätten sie den Arbeitsort zu wechseln. Er forderte, sich in den entsprechenden Gremien über Unterstützungen und Regelungen Gedanken zu machen, um diese Nachteile für die Arbeitnehmer auszugleichen. Lippmann sagte zu, diese Anliegen im Sinne der Beschäftigten aus Parsberg im Verwaltungsrat zu thematisieren.

Unabhängig vom „Desaster in Parsberg“ würde am Neumarkter Klinikum – „dem wichtigsten Haus im Landkreis“ – hervorragende ärztliche, pflegerische und administrative Leistungen erbracht, hieß es. Die Landkreisbevölkerung könne Vertrauen in das Klinikum mit all den dort möglichen Leistungen haben. Auch die Beschäftigten in der Personal-Service-Gesellschaft wurden ausdrücklich in dieses Lob einbezogen.

Die Sozialdemokraten kritisierten massiv, dass das Gesundheitswesen und insbesondere die Kliniken ein Teil der „hemmungs- und wertelosen Profitwirtschaft“ geworden seien. Daher werde die SPD auch in Zukunft strikt und klar gegen eine Privatisierung des Neumarkter Klinikums sein und bleiben. Das Klinikum müsse in öffentlicher Verantwortung bleiben und dürfe niemals zum „Renditeobjekt von schnöden Kapitalinteressen“ werden.

20.01.20


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