Kirchen
„Schöpfung bewahren“
NEUMARKT. Prof. Dr. Hubert Weiger will bei einem Vortrag in Neumarkt eine Bilanz ziehen, was die Enzyklika von Papst Franziskus bewirkt hat.
Die Veranstaltung war für 25. Februar geplant und wurde von der katholischen Erwachsenenbildung, dem evangelischen Bildungswerk und dem Bund Naturschutz auf Donnerstag, 26. Februar verschoben.
Weiger ist Ehrenvorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und setzt sich seit Veröffentlichung der Enzyklika „Laudato Si“ vor zehn Jahren mit den Inhalten und deren Wirkung auseinander. Das Lehrschreiben befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Themenbereich Umwelt- und Klimaschutz und geht stark auf die bestehenden sozialen Ungerechtigkeiten ein.
Weiger stellt einerseits Verbindungen des jetzigen Papstes Leo XIV mit Leo XIII her, der die erste Sozialenzyklika der katholischen Kirche verfasste. Andererseits wird Weiger darauf eingehen, dass es unerlässlich ist, das „Soziale“ und das „Ökologische“ zusammenzudenken. Hinzu kommt, dass die „Schöpfung“ unter den Weltreligionen eine zentrale Rolle einnimmt, was sich im Titel des Vortrags widerspielgelt: „Schöpfung - Creation – Création – Creazione - Criacao – kozmos – Schepping- bewahren“ mit dem Untertitel „Mehr als zehn Jahre nach Laudato Si – eine Zeitenwende für die Kirche?“
Weiger will in seinem Vertrag einen weiten Bogen spannen und dabei sowohl die internationalen Entwicklungen beleuchten wie auch nationale Probleme wie den Blühpakt in Bayern oder die Erwartung, dass kirchlicher Besitz und kirchliches Geldvermögen vorbildhaft für die Erhaltung der Schöpfung eingesetzt werden muss, bis hin zur Forderung in Laudato Si: „Es ist Sache der Politik und der verschiedenen Vereinigungen, sich um eine Sensibilisierung der Bevölkerung zu bemühen. Auch der Kirche kommt diese Aufgabe zu“.
Der Eintritt zu diesem Informations- und Diskussionsabend am 26.Februar um 19 Uhr im evangelischen Klostersaal ist frei.
10.02.26
Diakonie übernimmt Suchtberatung
NEUMARKT. Die Diakonie hat die Suchtberatungsstelle in Parsberg von der Caritas übernommen und will sie im Parsberger Rathaus weiterführen.
Ansprechpartnerin vor Ort ist die Sozialpädagogin Gina Lübbecke.
Das Beratungsangebot richtet sich an Betroffene und Angehörige. Am häufigsten wenden sich Menschen wegen Alkoholproblemen an die Beratungsstelle, doch auch Abhängigkeiten von illegalen Substanzen, Glücksspiel, Internet oder Smartphones spielen eine Rolle, hieß es.
Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der erweiterten Schweigepflicht. Termine werden nach vorheriger Vereinbarung vergeben, die Wartezeit beträgt in der Regel etwa eine Woche.
09.02.26
Familie auf der Flucht

Die heilige Familie ist auf der Flucht nach Ägypten
Foto: Wittmann
NEUMARKT. Mit dem Ende von Weihnachten an Lichtmeß ist jetzt auch in der barocken Münsterkrippe in St. Johannes der „Alltag“ wieder eingekehrt.
Für die Heilige Familie bedeutet das: Sie ist nun unterwegs auf der Flucht nach Ägypten. Dieses gefährliche Schicksal teilt sie auch 2026 wieder mit vielen tausend Flüchtlingen. Seit 2016 sind viele tausend Eltern ebenfalls zum Teil mit kleinen Kindern unter Lebensgefahr nach Deutschland und auch nach Neumarkt gekommen.
Die Heilige Familie in der Münsterkrippe wird von einem Erzengel begleitet. In der barocken Münsterkrippe tritt dieser Engel nicht mit Flügeln, sondern – wie im Barock üblich – als Herold in prunkvoller Kleidung auf. Er ist auch ohne Flügel an den roten Sandalen mit Gamaschen als Götterbote zu erkennen.
Diese Szene ist jetzt bis Ende Februar im Münster zu sehen.
Die Anfänge der Krippe reichen bis ins Jahr 1622 zurück, als Jesuiten von Amberg kommend in Neumarkt wirkten. Dazu gehörten von Anfang an auch solche Krippenfiguren im „Jesuitenmaß“, also etwa einen Meter groß.
08.02.26
Neue Jugendgottesdienste
NEUMARKT. Die evangelische Jugend und das evangelische Dekanat Neumarkt planen eine neue Jugendgottesdienst-Reihe unter dem Titel „Steps“.
Der Eröffnungsgottesdienst mit einer Jugendband beginnt am Freitag um 18 Uhr in der Christuskirche und behandelt das Thema „Gerechtigkeit“:
Man hat bereits viele Ideen. Die Gottesdienste sollen „mal laut und bunt, mal leise und besinnlich“ sein, hieß es.
Danach ist ein „entspanntes get-together“ geplant.
05.02.26
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