Landwirtschaft
125.000 Euro für Zell
NEUMARKT. Die Stadt Dietfurt erhält für die Dorferneuerung für Zell 125.000 Euro Zuschuss vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz.
Der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, Thomas Gollwitzer, hat die einfache Dorferneuerung Zell eingeleitet und dafür die Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II des Bundes freigegeben.
Im Ortsteil Zell beabsichtigt die Stadt Dietfurt als Maßnahmenträger den Platz westlich der Kirche und das sich nördlich anschließende Gässchen zum Pfarrhaus umzugestalten. Außerdem ist der Ausbau der Dorfstraße und der Straße am Friedhof auf einer Länge von rund 400 Metern vorgesehen. Beide Straßen sollen auch eine Eingrünung erhalten.
Die förderfähigen Baukosten für die drei Maßnahmen belaufen sich auf rund 250.000 Euro und werden vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz mit 125.000 Euro bezuschusst.
Im Landkreis Neumarkt laufen derzeit 19 umfassende oder einfache Dorferneuerungen, erklärte Gollwitzer. Dank des Konjunkturpaketes II könne man in diesem Jahr fünf einfache Dorferneuerungen im Landkreis Neumarkt auf den Weg bringen. Aus dem Konjunkturpaket II stellt man für Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 1,7 Millionen Euro in den Kommunen Deining, Dietfurt, Parsberg, Pilsach und Pyrbaum 715 000 Euro Fördermittel bereit.
Die sogenannte einfache Dorferneuerung (eDE) kommt in Dörfern zum Einsatz, wo kleinere Maßnahmen mit einem Kostenvolumen von bis zu 250.000 Euro realisiert werden sollen und der Maßnahmenträger Eigentümer der erforderlichen Flächen ist, denn im Gegensatz zur umfassenden Dorferneuerung ist in der eDE keine Bodenordnung möglich. Die Betreuung der eDE Zell übernimmt seitens des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz der Technische Amtsrat Manfred Mikuta.
06.07.09
Bulldog-Protest
NEUMARKT. Mit einem kleinen Traktor-Konvoi vor den Abgeeordneten-Büros protestierten Landwirte am Dienstag gegen die niedrigen Milchpreise.
Eine ganze Gruppe von Bauern aus dem Landkreis Neumrkt stoppte mit den Schleppern vor den Büros von MdEP Albert Deß und von MdB Alois Karl und überreichten Brandbriefe. Darin wiesen sie unmißverständlich darauf hin, daß sie eine Vertagung der Problematik bis nach der Bundestagswahl nicht akzeptieren werden.
23.06.09
Viele Einschränkungen
NEUMARKT. Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie könnte für viele Landwirte Nachteile bringen, warnt der Bauernverband.
Die Wasserwirtschaftsverwaltung plant an vielen Gräben und Bächen Renaturierungsmaßnahmen und Bewirtschaftungseinschränkungen zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie. Darüber hinaus sind in vielen Bereichen zusätzliche Düngungs- und Fruchtfolgebeschränkungen vorgesehen. Die geplanten Maßnahmen sollen nach dem Wortlaut der Wasserrahmenrichtlinie schon bis 2015 umgesetzt werden.
Der Bezirksverband Oberpfalz des Bayerischen Bauernverbandes empfiehlt daher den Grundeigentümern und Bewirtschaftern, sich eingehend über die örtlich geplanten Maßnahmen zu informieren und die Möglichkeiten zur Stellungnahme über das Internet (
www.wrrl.bayern.de) oder direkt bei der Regierung der Oberpfalz zu nutzen. Die Einwendungsfrist endet bereits am 30. Juni 2009.
Nähere Einzelheiten zu den örtlich vorgesehenen Maßnahmen und Unterstützung bei Stellungnahmen gibt es für BBV-Mitglieder auch in der BBV-Geschäftsstelle.
Die Gemeinden wurden aufgefordert, die Planungen genau zu prüfen und gegebenenfalls Stellung zu nehmen, da bei Verwirklichung der vielen bis 2015 vorgesehenen Maßnahmen an Gewässern dritter Ordnung auf die Gemeinden hohen Kosten zukommen werden, hieß es vom BBV.
16.06.09
"Große Entlastung"
NEUMARKT. Der Agrardieselbeschluss der Berliner Regierungskoalition entlastet Bauern im Landkreis Neumarkt um rund zwei Millionen Euro.
Das erklärte der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Martin Schmid, zu dem Beschluß, in den Jahren 2009 und 2010 den sogenannten Selbstbehalt und die Obergrenze bei der Besteuerung des Agrardiesels entfallen zu lassen.
Seit Monaten setze sich der Bauernverband hartnäckig dafür ein, dass die gesamten Wettbewerbsnachteile im Vergleich zu anderen Bauern in der EU vollständig beseitigt würden. In Frankreich müssten die Landwirte nämlich nur rund 0,7 Cent je Liter Diesel, statt den durchschnittlich 40 Cent in Deutschland, zahlen. "Nun haben wir durch gute Sachargumente und intensive Diskussion mit der Politik einen ersten, wichtigen Teilerfolg erzielt", sagte Martin Schmid.
Nun sei es zusätzlich noch gelungen, dass die Erleichterungen für zwei Jahre bereits erstmals für das Verbrauchsjahr 2008 gelten, so dass die Auszahlung der höheren Rückvergütung noch im Jahr 2009 erfolgen könne.
05.06.09
Übrigens: Sie können jetzt alle Themen aus
neumarktonline auch im
NEUMARKTER FORUM diskutieren