Landwirtschaft

"Unverzüglich stoppen"

NEUMARKT. MdEP Albert Deß forderte die Europäischen Richter auf, die diskriminierende Veröffentlichung von Betriebsdaten zu unterbinden: "Datenschutz muss auch für Landwirte gelten"

"Datenschutz und Privatsphäre gilt für alle, auch für Landwirte. Die Veröffentlichung landwirtschaftlicher Betriebsdaten im Internet muss ein Ende haben", fordert Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe und Vorsitzender der CSU-AGL Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft.

Ein deutsches Gericht hat die von der EU-Kommission durchgesetzte Bekanntgabe einzelbetrieblicher Daten von landwirtschaftlichen Betrieben deutlich kritisiert. Dieses Vorgehen ist nach Meinung des Gerichts unvereinbar mit dem EU-Recht. Das Klageverfahren wurde dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vorgelegt.

Gegen den Willen der CSU wurde die Veröffentlichung der Daten im Internet beschlossen. Konsequent wäre es, alle Empfänger von EU-Zahlungen zu veröffentlichen.

Albert Deß: "Was bringt die Veröffentlichung von einzelbetrieblichen Daten? Die Zahlungen der EU für die Landwirtschaft sind schon immer in den Veröffentlichungen der EU und den Agrarberichten Bayerns und des Bundes ausgewiesen." Die einbetriebliche Bekanntgabe von Agrardaten seo ein grober Verstoß gegen den Datenschutz. "Der EuGH muss das unverzüglich stoppen", fordert Albert Deß.
05.03.09

Billigen Diesel gefordert

NEUMARKT. Der Neumarkter BBV-Kreisobmann Martin Schmid fordert die Abschaffung der "Ungerechtigkeiten bei der geltenden Agrardieselregelung".

"Der Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD muss jetzt auch beim Agrardiesel für direkte Kostenentlastungen bei den Bauernfamilien im Landkreis Neumarkt sorgen ", sagte Martin Schmid am Dienstag, einen Tag vor der Sitzung des Koalitionsausschusses. Völlig unverständlich sei, dass sich bislang die SPD innerhalb der Bundesregierung gegen eine überfällige Abschaffung der Ungerechtigkeiten beim Agrardiesel sperre.

Die Bundesregierung müsse endlich die "einseitigen Belastungen" der deutschen und bayerischen Bauern bei der Agrardieselbesteuerung abschaffen. Gerade die Wettbewerbsnachteile der Bauern – auch im der Region Neumarkt – müssten abgebaut werden. Heimische Bauern hätten durchschnittlich 40 Cent je Liter Agrardiesel zu zahlen, dagegen ein französischer Landwirt nur 0,7 Cent.

In den letzten Wochen habe die Politik vielen Branchen in Folge der Finanzkrise massiv unter die Arme gegriffen. "Deshalb muss die Politik jetzt auch die Ungerechtigkeit für bäuerliche Familienbetriebe beim Agrardiesel beseitigen", sagt Schmid.

"Für einen einzelnen 50 Hektar Betrieb im Landkreis Neumarkt geht es hier um rund 2000 Euro unnötige Kostenbelastung gegenüber einem vergleichbaren französischen Betrieb", erklärt Schmid. Wegen der seit 2005 in Deutschland geltenden Steuerregelung beim Agrardiesel werde in Bayern etwa jede zweite Bauernfamilie von der Teilrückvergütung der Agrardieselsteuer gänzlich ausgeschlossen.

In der Region Neumarkt seien dies rund 1300 landwirtschaftliche Betriebe. "Neben der Senkung des Steuersatzes müssen die Untergrenze und auch die Obergrenze aufgehoben werden," betont Schmid.
03.03.09

"Grundlage des Lebens"

NEUMARKT. Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Neumarkt veranstaltet am Samstag, 14. März, im Gasthof Almhof in Höhenberg ein Grundlagenseminar für Gartenpfleger und für Interessierte in den Gartenbauvereinen.

Zu Beginn um 9.30 Uhr wird Kreisfachberater Franz Kraus vom Landratsamt Neumarkt unter dem Thema: "Der Organismus Boden" die Grundlagen über die "wunderbare Welt des Bodens" vermitteln. Dabei geht er auf die unterschiedlichen Bodenarten und ihre Eigenschaften, auf das Bodenleben und die Einflüsse auf die Bodenfruchtbarkeit ein.

Um das Gesagte noch zu verdeutlichen, wird anschließend der Film "Lebensraum Boden" gezeigt.

Nach der Mittagspause wird Diplom-Ingenieur Martin Jauch aus Weihenstephan unter dem Motto "Düngung ohne Maß und Ziel?" auf die richtige Düngung im Hausgarten eingehen. Er wird aus dem aktuellen Forschungsvorhaben der Fachhochschule Weihenstephan berichten, bei dem aus ganz Bayern Böden auf ihren Nährstoffgehalt untersucht wurden.

Zum Schluss folgt eine praktische Anleitung zur richtigen Entnahme von Bodenproben und deren Beurteilung.

Das Ende des Seminars ist gegen 16 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung an die Geschäftsstelle des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Neumarkt am Landratsamt Tel. 09181/470 – 311 oder -352, oder kraus.franz@landkreis-neumarkt.de ist erforderlich.
03.03.09

90 Prozent für Fusion

NEUMARKT. Der Maschinenring Neumarkt hat sich mit großer Mehrheit für eine Fusion mit dem Maschinenring Sulz-Altmühl ausgesprochen.

Damit wird der angestrebte Zusammenschluß der beiden Organisationen (wir berichteten) noch wahrscheinlicher: Etwa 90 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich bei der Jahreshauptversammlung in Neumarkt-Schafhof für die Fusion aus.

Wenn auch noch die Mitglieder des Maschinenrings Sulz-Altmühl am 27. Februar in Berching zustimmen, steht nichts mehr im Wege. Die Vorstandschaften beider Ortganisationen streben seit längerer Zeit einen Zusammenschluß an.
18.02.09


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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