Landwirtschaft
Umweltschonende Entsorgung
NEUMARKT. Im August können Landwirte in Neumarkt wieder Pflanzenschutzmittelbehälter umweltschonend entsorgen.
"Wir gehen davon aus, dass sich in diesem Jahr wieder mindestens so viele Landwirte an der
Pamira-Aktion beteiligen werden wie 2007", erklärte Martin Schmid, Kreisobmann des BBV-Kreisverbandes Neumarkt. Der Bayerische Bauernverband unterstützt die freiwillige Rücknahmeaktion für Pflanzenschutz-Verpackungen "Pamira".
Die Rücknahmequote betrug im Jahr 2006 für Bayern 52 Prozent. Jeder zweite Behälter mit dem
Pamira-Zeichen hat also den Weg zu einer der 70 Sammelstellen in Bayern gefunden. In 2007 konnte ein Rekordergebnis erreicht werden. Deutschlandweit wurden 2.300 Tonnen Verpackungen gesammelt, in Bayern waren es 255 Tonnen. "Diese rege Beteiligung zeigt das hohe Interesse der Bauern an einer kontrollierten und sicheren Verwertung", so Schmid. Der gesammelte Kunststoff wird zerkleinert und zur Produktion von Methanol sowie als Energieträger in Zementwerken eingesetzt.
Für die Landwirte im Landkreis Neumarkt hat die Sammelstelle BayWa Neumarkt in der Ingolstädter Straße 28 (Telefon 09181/908-0) am 11. und 12. August geöffnet. Die Anlieferung ist wie in den Vorjahren gebührenfrei.
Zu beachten ist:
- Die Verpackungen von Pflanzenschutzmitteln, Spritzenreinigern und Flüssigdüngern müssen restentleert und sorgfältig gespült sein. Produktreste und ungespülte Behälter werden abgewiesen. Pamira-Mitarbeiter kontrollieren die Sauberkeit bei der Entgegennahme.
- Die Verschlüsse müssen getrennt abgegeben werden; Verpackungen nach Kunstoff, Metall und flexible Gebinde (Beutel)sollen sortiert werden; Behälter über 50 Liter sollten durchgeschnitten werden.
- Bei größeren Anliefermengen empfiehlt sich eine Terminabsprache mit der Sammelstelle, um längere Wartezeiten zu vermeiden.
08.05.08
"Keine Mauschelei"
NEUMARKT. "Bei Futtermitteln müssen die wesentlichen Inhaltsstoffe in Prozenten angegeben werden. Dafür setze ich mich bei meiner Berichterstattung im Agrarausschuss ein", erklärt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe und Berichterstatter für die EVP-Fraktion im Europäischen Parlament zum Thema Futtermittel.
Bei der Aussprache im Agrarausschuss bezog Albert Deß Position: "Unsere Landwirte haben ein Recht darauf, zu wissen, wie hoch der genaue Anteil der bestimmenden Inhaltsstoffe in gekauften Futtermitteln ist. Ich fordere, dass zumindest so viele Futterkomponenten mit prozentualem Anteil aufgeführt sind, bis 80 Prozent des Gewichtsvolumens erreicht sind."
Eine deutliche Absage erteilte Albert Deß dem Vorschlag der EU-Kommission, dass Futtermittelfirmen Angaben nur in absteigenden Gewichtsanteilen angeben müssen. "Dieser Vorschlag hat mit Transparenz, Sicherheit und Verbraucherschutz nichts zu tun." Der Landwirt werde zum Bittsteller der Futtermittelindustrie degradiert und bekommt im besten Fall Angaben mit einer Schwankungsbreite von "plus minus 15 Prozent" geliefert. Sollte der Hersteller etwa den Weizenanteil als "sensible Geschäftsinformation" betrachten, brauche er laut der vorgeschlagenen EU-Verordnung gar keine Information liefern.
"Bei den Mikrokomponenten kann für die Futtermittelhersteller das Recht auf geistiges Eigentum greifen. Aber um eine Vertrauensbasis im Futtermittelbereich zwischen Lieferant und Landwirt zu schaffen, brauchen wir ein hohes Maß an Transparenz und keine Mauschelei. Nur so ist auch ein fairer Wettbewerb zwischen den Anbietern von Futtermitteln möglich", so Albert Deß.
08.05.08
"Lieber verheizen"
NEUMARKT. "Der Heizofen ist der effizienteste Verwertungsweg für Biomasse", erklärt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe und Vorsitzender des Vereins Nachwachsender Rohstoffe.
Holz und andere nachwachsende Heizmaterialien erzielten ihre höchsten Wirkungsgrade bei der thermischen Verwertung und nicht bei der aufwändigen Verflüssigung zu Treibstoff. Eine weitere sinnvolle Alternative sei die Direkteinspeisung von Biogas in das Erdgasnetz. Auch damit würde bereits heute eine hohe Effizienz erzielt.
Entschieden weist Albert Deß den Vorschlag der EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel zurück. Demnach sollen zur Erforschung der sogenannten Zweiten Generation Biosprit jährlich rund 90 Millionen Euro überwiegend an Großkonzerne fließen. "Viel zweckmäßiger ist es, die freiwerdenden Gelder aus der Energiepflanzenprämie im Forschungsbereich der umweltfreundlichen Biomasseheizanlagen und zur Effizienzsteigerung von Biogasanlagen zu verwenden."
Albert Deß: "Die Strategie der EU-Agrarkommissarin ist wenig durchdacht. Gesamtwirtschaftlich ist es viel klüger, Biomasse als Festbrennstoff zu verwerten oder damit Biogas zu erzeugen". Mineralöl habe seine Vorzüge bei der Verwendung in Fahrzeugen. Aber Biomasse aus nachwachsenden Rohstoffen gehöre in stationäre Biomasseanlagen. Die eingesparte Menge an Heizöl könne dann als Dieselkraftstoff verwendet werden, bei gleichbleibendem Kohlendioxidausstoß. Es sei unverständlich, "wenn fragwürdige Verwertungsrichtungen von Biomasse auch noch mit Steuergeldern bezuschusst werden."
07.05.08
"Auf Huber zählen"
NEUMARKT. Bei der Reform der Erbschaftsteuer können unsere Landwirte auf CSU-Parteichef Erwin Huber zählen", erklärt Albert Deß, Landesvorsitzender der CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft und agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.
Für die Landwirtschaft seien vor allem diese Punkte wichtig:
- Wird ein landwirtschaftliches Unternehmen zehn Jahre nach dem Erbfall weitergeführt, muss die Erbschaftsteuer entfallen, analog der Regelung im Mittelstand.
- Bei einer Weiterführung von weniger als zehn Jahren soll die Erbschaftsteuer anteilig erlassen werden.
- Auch für verpachtete Flächen und Betriebe müssen die geplanten Erleichterungen gelten.
Erwin Huber handelt federführend mit dem Bundesfinanzminister die Eckpunkte zur Erbschaftsteuerreform aus. Huber kenne die Situation der bayerischen Landwirtschaft und vertrete mit Nachdruck ihre Interessen in Berlin, sagte Albert Deß.
Dass die Erbschaftsteuerreform nicht längst zum Nachteil bayerischer Interessen entschieden wurde, sei maßgeblich dem hartnäckigen Einsatz der CSU zu verdanken.
01.05.08
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