Landwirtschaft

Verein feiert Geburtstag


Ein Säge-Spaltautomat wurde in Tauernfeld eingeweiht

NEUMARKT. "Ein Dorf macht sich auf den Weg" – unter diesem Motto wurde vor zehn Jahren der "Land- und forstwirtschaftliche Verein" gegründet.

Unter diesem Leitgedanken stand damals auch der Bau der "Dorfhalle". Heute ist der Verein aus dem Dorfleben von Tauernfeld nicht mehr wegzudenken. Jetzt wurde das zehnjährige Vereinsjubiläum und gleichzeitig auch der zehnte Jahrestag der Dorfhallenweihe gefeiert.

Der Vereinsvorsitzende Michael Feichtmeier hat mit seiner Mannschaft ein interessantes Programm für die Zehn-Jahres-Feier zusammengestellt. Die Dorfhalle wurde eigens dafür festlich geschmückt und mit einem riesigen Teppich ausgelegt – der übrigens aus dem Hotel Adlon aus Berlin stammt und über den schon der berühmte Michail Gorbatschow geschritten sein soll, wie Feichtmeier stolz berichtet.

Eröffnet wurde der Festtag mit einem Frühschoppen mit einer Ausstellung von Oldtimer-Traktoren. Dann folgte die offizielle Übergabe eines neu angeschafften Säge-Spaltautomaten durch MdL Albert Füracker, Landrat Albert Löhner und Bürgermeister Alois Scherer.

Bei der Vorführung konnten sich die Gäste davon überzeugen, wie schnell ein Baustamm zu Scheitholz verarbeitet werden kann. Daneben wurden auch die anderen landwirtschaftlichen Geräte des "Land- und forstwirtschaftlichen Vereins" präsentiert.

"Ein Dorf im Umbruch" - unter diesem Thema hatte Franz Seitz eine umfangreiche Bilderausstellung zusammengestellt und in der Dorfhalle aufgebaut, die bei den Besuchern großes Interesse weckte.
16.05.11

"Ausreichend vorbereiten"

NEUMARKT. Der "Rollenwechsel" in der Landwirtschaft, die Güterstände, die Übergabe des landwirtschaftlichen Betriebes sowie Informationen über das in diesem Zusammenhang gültigen Steuerrecht waren die Hauptthemen eines "Hofübergabe-Seminars" des Bayerischen Bauernverbandes in Hollerstetten.

BBV-Geschäftsführer Thomas Bayerl begrüßte die 60 Seminarteilnehmer sowie die Referenten Notar Michael Inninger vom Notariat Parsberg und den Steuerberater Hans Dintenfelder. Ziel des Seminars war es, den Teilnehmern Hinweise zur Entscheidungsfindung bei der Hofübergabe zu geben. Bayerl betonte, dass man sich über einen längeren Zeitraum hinweg intensiv mit der Materie befassen und mit allen Beteiligten, auch den weichenden Erben, die vertraglichen Regelungen absprechen sollte. Ein Aufschieben sei heute keine Lösung mehr.

Die meisten landwirtschaftlichen Betriebe gehen, wie die Praxis zeige, schon zu Lebzeiten der älteren Generation durch einen notariellen Hofübergabevertrag auf die nachfolgende Generation über. Anhand von Beispielen gab Notar Inninger einen Überblick über die sich daraus ergebenden aktuellen Probleme und ihre Regelung. Primäres Ziel sei die Fortführung des landwirtschaftlichen Betriebes und die Versorgung der Übergeber.

Gleichberechtigt ist auch die Existenzsicherung der Erwerber und die Abfindung der weichenden Erben. Der Referent behandelte Fragen zu den Gegenleistungen des Erwerbers, die Begrenzung der Dienstleistungspflicht des Übernehmers im Falle von Krankheit und Gebrechlichkeit sowie das Wohnrecht für die Übergeber.

Die Frage "Wer haftet für die Heimkosten?" wurde vom Notar ebenso erläutert wie die Problematik der Güterstände, speziell in der Landwirtschaft.

Die Meldevorschriften und die sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen der Hofübergabe für Übergeber und Übernehmer wurden von BBV-Geschäftsführer Bayerl behandelt. Steuerberater Hans Dintenfelder erklärte die ertragssteuerlichen Konsequenzen von Flächenzurückbehaltungen durch die Übergeber. Er wies darauf hin, dass Entnahmegewinne von den Übergebern versteuert werden müssen.

Eine besondere Bedeutung für die landwirtschaftlichen Hofübergaben sei durch die Änderung des Erbschafts- und Schenkungssteuerrechts zum 1.1.2009 vorhanden. Bei größeren Vermögenswerten sei es an der Zeit zu handeln, empfahl Dintenfelder.
26.04.11

"Kategorisch ablehnen"


Beider Frühjahrsortsobmännertagung wurde der Leitende Veterinärdirektor Dr. Herbert Stauß verabschiedet

NEUMARKT. Der Bayerische Bauernverband lehnt den kommerziellen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen oder eine Patentierung auf Tiere und Pflanzen kategorisch ab.

Das sagte Kreisobmann Martin Schmid bei der Frühjahrsortsobmännertagung. "Wir brauchen endlich eine gesetzliche Regelung, damit Probleme nicht mehr auf dem Rücken der betroffenen Landwirte ausgetragen werden", erklärte er.

Eine Regelung wie in Österreich wäre sachgerecht und werde dort auch von den Umweltverbänden mitgetragen, so Schmid. Dort müssen Saatguthersteller ihr Saatgut vor dem Verkauf von Laboren auf gentechnische Veränderungen testen lassen. Nur bei GVO-Freiheit dürfe das Saatgut verkauft werden.

"Unverständlich" sei laut Schmid, warum "einige Berufskollegen" gar Spenden für Naturschutzverbände sammeln. "Gerade diese Verbände fallen uns zum Beispiel bei überzogenen Tierschutzauflagen ständig in den Rücken" so Schmid.

Auch der Agrarausschussvorsitzenden des Bayerischen Landtages, Albert Füracker, nahm als Gastredner "mit Sorge" zur Kenntnis, "daß sich landwirtschaftliche Gruppierungen mit Naturschutzverbänden verbünden". Gerade diese Verbände machten der Landwirtschaft mit "überzogenen Auflagen das Leben schwer".

Als Zukunftsaussicht zeigte sich Füracker froh über die Situation, dass es für die Landwirtschaft Alternativen gerade im Energiebereich gebe. Die Energiewende sei auch eine Chance für die Landwirtschaft, sagte er.

Fritz Allinger vom Bereich Unfallverhütung der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft klärte die Anwesenden über die Maschinen mit dem höchsten Unfallrisiko auf.

Seinen Abschied aus dem Arbeitsleben gab der Leitende Veterinärdirektor Dr. Herbert Stauß bekannt. Er bedankte sich beim Bauernverband für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und stellte anschließend seinen Nachfolger Dr. Kay Langner vor.

Geschäftsführer Thomas Bayerl warb für die Verbandswahlen im Herbst. "Wir brauchen ein aktives Ehrenamt in den Ortsverbänden" so Bayerl.

Zum Thema Windkraft empfahl Bayerl, vorgelegte Pachtverträge rechtlich prüfen zu lassen. Er empfehle Bürgerwindanlagen, damit die Wertschöpfung tatsächlich bei den Leuten bleibe, die das Windrad vor der Haustüre haben.
20.04.11

Sternfahrt durch Neumarkt


Im Mai starten Landwirte zur Protest-Sternfahrt nach Berlin

NEUMARKT. Die "Südroute" einer bundesweiten Protest-Sternfahrt von Landwirten zum Kanzleramt nach Berlin führt auch durch Neumarkt.

Am 31. Mai besucht man eine Veranstaltung bei der Neumarkter Lammsbräu, bestätigte ein Sprecher der Veranstalter auf Anfrage von neumarktonline. Am 1.Juni rollt die Kolonne weiter Richtung Bundeshauptstadt. Veranstalter ist die junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL).

Von Ende Mai bis zum 9. Juni wollen sich Bauern mit ihren Traktoren aus Süddeutschland, Ostfriesland und Hessen in Bewegung setzen, um für eine "bäuerliche, faire, tiergerechte und ökologische Landwirtschaftspolitik" vors Kanzleramt in Berlin zu ziehen, hieß es im Vorfeld.

Dies sei nach der zentralen Demonstration "Wir haben es satt" vom 22. Januar in Berlin die Folgeveranstaltung, um eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik und einen Systemwechsel in der Landwirtschaft voranzutreiben.

"Die Bundesregierung vertritt die Interessen der Agrarindustrie und Großgrundbesitzer. Wir fordern eine Landwirtschaftspolitik, die Bauernhöfe erhält und Agrarfabriken schließt," so Jochen Fritz, Pressesprecher der Bauern-Sternfahrt.

Die Sternfahrt ist eine Aktion der Kampagne "Meine Landwirtschaft – unsere Wahl" und macht Station in Neumarkt, auf dem evangelischen Kirchentag in Dresden und vielen weiteren Städten und Gemeinden. Ziel ist das Kanzleramt in Berlin. Dort werden Videobotschaften an die Kanzlerin mit Forderungen zum Thema "Meine Landwirtschaft", die in den Regionen eingefangen wurden, auf einer Großleinwand abgespielt.

Es sei Zeit für einen Systemwechsel – weg von der Industrialisierung der Landwirtschaft hin zur bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft, hieß es. Die Agrarreform 2013 biete die Chancen dafür. "Wir machen uns auf den Weg für eine bäuerliche Landwirtschaft und fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, mit uns in einen intensiven Dialog über die Zukunft der bäuerlichen Betriebe zu treten", sagt Lea Unterholzner von der jungen AbL.

Unterwegs finden Vorträge, öffentliche Veranstaltungen und viele Treffen mit Politikern, Verbrauchern und Bauern statt.
14.04.11


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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