Landwirtschaft
"Landwirte entschädigen"
NEUMARKT. Europas Bauern müssten für Einkommensverluste in Folge des EHEC-Ausbruchs angemessen entschädigt werden, forderte der landwirtschaftspolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Albert Deß (CSU).
Allerdings müssten auch die Mitgliedstaaten einen Teil der Hilfen tragen, so Deß.
"In ganz Europa bleiben die Landwirte seit dem EHEC-Ausbruch auf ihrem Gemüse sitzen. Für diese Ausfälle müssen sie entschädigt werden, sonst bedrohen die Umsatzausfälle die Existenz vor allem der kleineren Familienbetriebe", sagte Deß.
Deß begrüsste die Einigung der EU-Agrarminister auf Finanzhilfen für die Landwirte. "Die Hilfen müssen aber angepasst werden, sollte die schwierige Lage für Gemüseproduzenten andauern. Das Problem betrifft alle Gemüseproduzenten in Europa, deshalb muss die EU ihnen hier gezielt unter die Arme greifen", so Deß.
09.06.11
"Wir haben es satt"
NEUMARKT. "Wir haben es satt": Landwirte aus dem Raum Neumarkt wollen am Donnerstag vor dem Kanzleramt in Berlin demonstrieren.
Damit will man sich auch am Abschluß der Bauern-Sternfahrt beteiligen, die auf ihrer Südroute in der letzten Woche auch durch Neumarkt geführt hat (
wir berichteten mehrfach).
Die Bauern kommen aus dem Allgäu, aus Ostfriesland, aus Rostock und aus Südhessen: Unterwegs fanden
über 50 Veranstaltungen, Aktionen und Kundgebungen für eine bäuerliche-faire Landwirtschaft statt.
Ziel der zehntägigen Tour ist am Donnerstag das Kanzleramt in Berlin, wo man Kanzlerin Angela Merkel zu einer "Bauerntafel mit Tischreden, Videobotschaften, gutem
Essen und Musik" einladen will. Eine Traktordemo soll die Sternfahrer vor das Kanzleramt begleiten.
Landwirte aus der Region treffen sich am Donnerstag-Morgen um 3.30 Uhr am Autobahnparkplatz Neumarkt. Anmeldungen bei Xaver Geitner, Telefon 09182/902064, Georg Urban, Telefon 09189/7628, oder Bernhard Hiltl, Telefon 09492/600679
07.06.11
Per Traktor nach Berlin

Die Demonstranten und ihre Traktoren wurden vor der Lammsbrauerei schon erwartet

Auf dem Weg nach Berlin - hier vor der Neumarkter Polizei
NEUMARKT. Die "Südroute" einer bundesweiten Protest-Sternfahrt von Landwirten zum Kanzleramt nach Berlin führte auch durch Neumarkt.
Die demonstrierenden Landwirte machten auf ihrer Fahrt nach Norden am Dienstagabend bei einer Veranstaltung bei der
Neumarkter Lammsbräu halt. Dort ging es um das Thema "Heimisches Eiweißfutter".
Lammsbräu-Chef Dr. Franz Ehrnsperger begrüßte die Besucher in Neumarkt.
Danach sprachen MdB Josef Göppel über "Nachhaltige,
zukunftsfähige Landwirtschaft", Josef Schneider, der Geschäftsführer der
Juraps GmbH, über "Mit Grascops und heimischen Futtermitteln
zur gesunden Höchstleistungen", sowie BDM-Landesvorsitzender
und Biobauer Fritz Wienert über "Ökologische
Futtermittel und Weltgerechtigkeit".
Schließlich folgte eine Podiumsdiskussion
mit den Referenten, die von der Vorsitzenden des
Eine-Welt-Ladens und Neumarkter Bürgermeisterin Ruth Dorner moderiert wurde.
Am Mittwoch-Nachmittag wollen die Demonstranten schon in Kitzingen bei Würzburg sein.
Am Donnerstag nächster Woche will man in Berlin vor dem
Bundeskanzleramt eine "Bauerntafel" veranstalten. Das Motto: "Angela,
wir müssen reden"
31.05.11
Sternfahrt durch Neumarkt

Landwirte starten zur Protest-Sternfahrt nach Berlin

"Wir haben es satt"
NEUMARKT. Die "Südroute" einer bundesweiten Protest-Sternfahrt von Landwirten zum Kanzleramt nach Berlin führt auch durch Neumarkt.
Am nächsten Dienstag ist man mit einer Veranstaltung bei der
Neumarkter Lammsbräu zu Gast.
Dazu treffen sich die Traktoren um 18 Uhr am Volksfestplatz, um dann gemeinsam in einem Demo-Zug zur Abendveranstaltung zur
Neumarkter Lammsbräu zu ziehen.
Bei der Veranstaltung zum Thema "Heimisches Eiweißfutter" werden die Besucher gegen 20 Uhr von
Lammsbräu-Chef Dr. Franz Ehrnsperger begrüßt.
Danach sprechen MdB Josef Göppel über "Nachhaltige,
zukunftsfähige Landwirtschaft", Josef Schneider, der Geschäftsführer der
Juraps GmbH, über "Mit Grascops und heimischen Futtermitteln
zur gesunden Höchstleistungen", sowie BDM-Landesvorsitzender
und Biobauer Fritz Wienert über "Ökologische
Futtermittel und Weltgerechtigkeit".
Schließlich folgt eine Podiumsdiskussion
mit den Referenten, die von der Vorsitzenden des
Eine-Welt-Ladens und Neumarkter Bürgermeisterin Ruth Dorner moderiert wird.
Am Mittwoch rollt die Kolonne weiter Richtung Bundeshauptstadt. Veranstalter ist die junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL).
Seit Ende Mai bis zum 9. Juni wollen sich Bauern mit ihren Traktoren aus Süddeutschland, Ostfriesland und Hessen in Bewegung setzen, um für eine "bäuerliche, faire, tiergerechte und ökologische Landwirtschaftspolitik" vors Kanzleramt in Berlin zu ziehen, hieß es im Vorfeld.
Dies sei nach der zentralen Demonstration "Wir haben es satt" vom 22. Januar in Berlin die Folgeveranstaltung, um eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik und einen Systemwechsel in der Landwirtschaft voranzutreiben.
"Die Bundesregierung vertritt die Interessen der Agrarindustrie und Großgrundbesitzer. Wir fordern eine Landwirtschaftspolitik, die Bauernhöfe erhält und Agrarfabriken schließt," so Jochen Fritz, Pressesprecher der Bauern-Sternfahrt.
Die Sternfahrt ist eine Aktion der Kampagne "Meine Landwirtschaft – unsere Wahl" und macht Station in Neumarkt, auf dem evangelischen Kirchentag in Dresden und vielen weiteren Städten und Gemeinden. Ziel ist das Kanzleramt in Berlin. Dort werden Videobotschaften an die Kanzlerin mit Forderungen zum Thema "Meine Landwirtschaft", die in den Regionen eingefangen wurden, auf einer Großleinwand abgespielt.
Es sei Zeit für einen Systemwechsel – weg von der Industrialisierung der Landwirtschaft hin zur bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft, hieß es. Die Agrarreform 2013 biete die Chancen dafür. "Wir machen uns auf den Weg für eine bäuerliche Landwirtschaft und fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, mit uns in einen intensiven Dialog über die Zukunft der bäuerlichen Betriebe zu treten", sagt Lea Unterholzner von der jungen AbL.
Unterwegs finden Vorträge, öffentliche Veranstaltungen und viele Treffen mit Politikern, Verbrauchern und Bauern statt.
27.05.11
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