Statistiken aus Bayern
Über 82 Millionen Euro
NEUMARKT. "Weniger Baugenehmigungen, dafür aber eine wesentlich höhere Gesamtsumme als im Vorjahr", so lautet das Resümee von Oberbürgermeister Thomas Thumann zu den aktuellen Zahlen aus der Bauordnungsverwaltung der Stadt für das Jahr 2006.
Zwar ging die Zahl der Baugenehmigungsverfahren gegenüber 2005 zurück, von 388 auf 243. Aber die damit ausgelöste Bausumme stieg gegenüber dem Vorjahr von 41 auf 82 Millionen Euro und damit auf das Doppelte. "Das ist eine Rekordsumme, die wir in Neumarkt vorher noch nie zu verzeichnen hatten."
Die Ursache für den Rückgang bei der Zahl der Baugenehmigungsverfahren dürfte darin liegen, dass das Jahr 2005 ein "Ausreißer" war. Dafür spricht auch der deutliche Rückgang bei der Anzahl an Anträgen für Wohnbauten. Waren es 2005 noch 211 Anträge für Wohnbauten, so sank die Zahl 2006 auf 80. "Damit wir sind mit den Zahlen für 2006 wieder etwa beim Niveau des Jahres 2004 angelangt. 2005 dagegen waren sehr viele Anträge für Einfamilienhäuser eingegangen, die kurzfristig aufgrund des Wegfalls der Eigenheimzulage gestellt worden waren", erläutert Oberbürgermeister Thumann diese Entwicklung.
Für ihn stellen die Zahlen für 2006 daher eine durchaus positive Botschaft dar. "Denn viele Maßnahmen waren von der Dimension her recht groß, so dass wir eine Gesamtsumme bei den durch die Baugenehmigungen ausgelösten Investitionen erreichen wie noch in keinem Jahr vorher. Damit ist die Auftragssumme für die Betriebe in der Bauwirtschaft doch sehr deutlich angestiegen. Das freut mich gerade für unsere heimischen Baufirmen und ihre Mitarbeiter." Besonders schlagen hierbei zahlreiche gewerbliche und öffentliche Bauten mit großen Auftragssummen zu Buche.
Neben den Bauanträgen hatte das Bauamt im letzten Jahr auch noch 90 Bauvoranfragen bewältigt und 573 Bauberatungen durchgeführt. Gerade auch mit diesen beiden Instrumenten bietet die Stadt den Bauwilligen im Vorfeld die Möglichkeit, sich eingehend über die Bedingungen für das eigene Bauvorhaben zu informieren. Dabei können oft auch mögliche Hindernisse frühzeitig erkannt und beseitigt werden, so dass der eigentliche Bauantrag problemloser und zügiger behandelt werden kann
27.03.07
Teures Obst, billiges Öl
NEUMARKT. Kräftige Preisrückgänge gab es im Januar in Bayern bei Pauschalreisen - aber auch Heizöl ist billiger als im Vormonat.
Die Verbraucherpreise in Bayern haben sich von Dezember 2006 bis Januar 2007 im Durchschnitt
um 0,2 Prozent verringert. Saisonbedingt gingen die Preise für Pauschalreisen
(- 23,6 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (- 14,6 Prozent) besonders stark zurück.
Aber auch die Preise für Heizöl (- 7,5 Prozent) und Flugreisen (- 10,3 Prozent) waren spürbar
niedriger als im Vormonat.
Deutliche Preiserhöhungen waren hingegen bei Obst (+ 6,0 Prozent)
und Gemüse (+ 5,4 Prozent) zu verzeichnen.
Die Preissteigerungsrate gegenüber dem entsprechenden
Vorjahresmonat lag im Januar 2007 bei 1,8 Prozent; im Dezember 2006 hatte sie 1,7
Prozent betragen.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat haben sich die Preise für Gas (+ 9,7 Prozent)
und Tabakwaren (+ 4,9 Prozent) besonders stark erhöht. Kraftstoffe (- 2,2 Prozent) und vor allem
Heizöl (- 12,1 Prozent) waren hingegen billiger als im Vorjahr.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, hat sich der Preisauftrieb im
Vergleich zum Vorjahr wieder leicht erhöht. So betrug die Inflationsrate, das ist die Veränderung
des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent,
im Januar 1,8 Prozent; im Dezember hatte sie noch 1,7 Prozent betragen.
Inwieweit sich die
Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 auf den Preisauftrieb ausgewirkt hat, lässt sich anhand
der vorliegenden Angaben nicht beurteilen, hieß es.
Im Vorjahresvergleich war bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken insgesamt ein Preisanstieg
von 2,4 Prozent zu verzeichnen. Überdurchschnittliche Verteuerungen gab es u. a. bei Gemüse
(+ 9,1 Prozent); hier fiel bei Kartoffeln (+ 35,2 Prozent) die Preissteigerung besonders hoch aus. Auch
für frische Fische (+ 8,0 Prozent) musste deutlich mehr bezahlt werden. Unter den Obstsorten stiegen
die Preise für Äpfel (+ 9,2 Prozent) und Zitrusfrüchte (+ 5,4 Prozent) besonders stark an, während bei
Bananen ein Preisrückgang von 1,9 Prozent verzeichnet werden konnte.
Im Energiesektor haben sich die Preise für Gas und Strom um 9,7 bzw. 2,9 Prozent erhöht. Für die
Mineralölprodukte Kraftstoffe (- 2,2 Prozent) und Heizöl (- 12,1 Prozent) wurden dagegen Preissenkungen
registriert. Die Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten) legten im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent
zu. Bei den Wohnungsnebenkosten (u. a. für Müllabfuhr, Frisch- und Abwasser) war ein geringfügiger
Anstieg von 0,1 Prozent zu verzeichnen. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Januar auch
weiterhin die Preise für Telefon- und Telefaxgeräte (- 8,5 Prozent) sowie Personalcomputer und Zubehör
(- 10,7 Prozent).
Im Vormonatsvergleich, das heißt von Mitte Dezember 2006 bis Mitte Januar 2007, gingen die Verbraucherpreise
im Durchschnitt um 0,2 Prozent zurück. Saisonbedingt haben sich die Preise für Pauschalreisen
(- 23,6 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (- 14,6 Prozent) besonders stark verringert; auch
Heizöl (- 7,5 Prozent) und Flugreisen (- 10,3 Prozent) waren spürbar günstiger als im Vorjahr. Deutlich
mehr mussten die Verbraucher hingegen im Januar für Obst (+ 6,0 Prozent) und Gemüse (+ 5,4 Prozent)
bezahlen. Unter den Obstsorten erhöhten sich die Preise für Beeren und Weintrauben (+ 21,6
Prozent) sowie Äpfel (+ 7,8 Prozent) besonders stark, während Zitrusfrüchte billiger (- 2,3 Prozent)
waren als im Vormonat.
30.01.07
"Ganz nah dran..."

Einladung zum "traumhaft schlafen" und "süß träumen" in Neumarkt.
Foto: Erich Zwick
NEUMARKT. "Neumarkt ist ganz nah dran, und doch sind Sie hier weit weg von allem Alltäglichen". Diese Wahrheit, nachzulesen im soeben in einer Auflage von 10.000 Exemplaren erschienenen Gastgeberverzeichnis 2007, ist vermutlich der Schlüssel zum Erfolg, weshalb die Übernachtungszahlen im Bereich des Tourismusverbandes Neumarkt sprunghaft angestiegen sind und die Tendenz auch weiterhin nach oben geht.
55.000 Gästeübernachtungen waren es im Jahre 2005 (die Zahlen für 2006 liegen noch nicht vor), und für 2007 rechnet Rainer Seitz, der 2. Vorsitzende des Tourismusverbandes, mit einem "Quantensprung". Dazu soll auch die neue Broschüre beitragen, die eigentlich nur alle zwei Jahre hätte aktualisiert werden sollen. Da aber das Gastgewerbe in und um Neumarkt einem ständigen Wandel zum immer noch Besseren "unterliegt", haben sich die "Macher" entschlossen, jährlich die Neuerungen zu berücksichtigen.
28 "Beherbergungsbetriebe" - so der Branchenjargon - sind es, die mit 785 Betten in Hotels, Gasthöfen, Pensionen und in Ferienwohnungen um die Gäste buhlen. In dem Nachschlagewerk findet der müde Reisende alle wichtigen Informationen mit Hotelklassifizierung bis hin zur Haustierfreundlichkeit, was sich an den genormten Piktogrammen auch für die vielen ausländischen Gäste Neumarkts gut ablesen lässt.
Erstaunlich günstig liegen die Übernachtungspreise - eigentlich konkurrenzlos zur nahen Großstadt Nürnberg. Das haben auch inzwischen viele Messegäste "erschnuppert", die in 20 Minuten von der NürnbergMesse ihr Quartier in und um Neumarkt erreichen können.
So war auch Oberbürgermeister Thomas Thumann am Donnerstag bei der Vorstellung des Gastgeberverzeichnisses im Hotel "Schönblick" auf dem Höhenberg voll des Lobes. Es ist eine exzellente Visitenkarte für die Stadt und ihrer Hotellerie. Die ersten Exemplare des druckfrischen Erzeugnisses bekommen die Ausrichter einer Tagung des Bayerischen Gemeindetages im Oktober und die Veranstalter des "Deutschen Klöppelkongresses" an Ostern 2008.
Die anderen Hefte erhalten Interessenten auf Anforderung (Tourist-Information, Rathaus-Passage, 92318 Neumarkt oder per Fax 09181/255-198), bzw. werden bei den Touristikmessen Stuttgart, Oldenburg, Wien, Linz, Salzburg, München und Nürnberg verteilt.
Erich Zwick
11.01.07
Immer mehr Gäste
NEUMARKT. Die Stadt Neumarkt wird für Besucher offenbar immer attraktiver: Die im letzten Jahr als Erfolg gefeierte "Schallgrenze" von 50.000 Übernachtungen wird heuer locker erreicht. Möglicherweise kratze man sogar an der 60.000er-Marke, sagte OB Thomas Thumann am Mittwoch.
Dabei ging bayernweit die Zahl der Übernachtungen sogar zurück: Im Freistaat wurden in den ersten neun Monaten des Jahres zwar zwei Prozent mehr Gästeankünfte, aber 0,7 Prozent weniger Übernachtungen gezählt. In Neumarkt stiegen beide Werte um über zehn Prozent!
Am 30. März 2006 hatte Oberbürgermeister Thomas Thumann zusammen mit Stadtrat und Tourismusreferent Christian März, dem Vorsitzenden des Tourismusverbandes Karl Lehmeier und Rainer Seitz vom Tourismusbüro der Stadt deutliche Zuwächse bei den Tourismuszahlen für das Jahr 2005 verkünden können (
wir berichteten). Auch die Schallmauer von 50.000 Übernachtungen war 2005 erstmals wieder seit langem durchbrochen worden. Und nun weisen die Zahlen für 2006 weiterhin nach oben und verfestigen den Trend immer mehr.
"Ich finde es erstaunlich, dass wir die tollen Werte von 2005 noch einmal übertreffen können", kommentiert Oberbürgermeister Thomas Thumann die nun vorliegenden aktuellen Tourismuszahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2006. Immerhin hätte man bereits für das Vorjahr doch sehr deutliche Zuwächse bei den Tourismuszahlen vermelden können. Und jetzt würden die Zahlen für Januar bis September 2006 noch einmal mit zweistelligen Zuwachsraten gegenüber den Zahlen von 2005 überraschen.
So sind von Januar bis September 2006 in Neumarkt die Zahl der Gästeankünfte um 10,1 Prozent und die der Übernachtungen um 10,9 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2005 gestiegen. Insgesamt wurden dabei 46.395 Übernachtungen in Neumarkt verzeichnet. Die Zahl der Gästeankünfte lag bei 29.048.
"Damit steht auch fest, dass wir 2006 erneut die Schallmauer von 50.000 Übernachtungen durchbrechen werden, die wir im letzten Jahr erstmals seit längerem wieder geknackt hatten", ist sich Oberbürgermeister Thumann sicher. Erfreulich sei, dass sich damit eine schon seit längerem für Neumarkt zu beobachtende Tendenz verfestige. "Vielleicht können wir heuer sogar knapp an die 60.000er Marke bei den Übernachtungen heranreichen", sagte Thumann.
Als Gründe für die erfolgreiche Entwicklung sieht er die Arbeit des Tourismusverbandes und des Tourismusbüros der Stadt sowie die vielen Aktivitäten und Aktionen in der Stadt. Aber auch die zunehmenden Auslandskontakte der Firmen spielten sicher eine wichtige Rolle. Zudem habe die Stadt durch die Investitionen der letzten Jahre an Attraktivität für Besucher gewonnen, etwa mit dem Museum Lothar Fischer, oder mit Angeboten wie dem "Golf-Dorado" neue Interessenten ansprechen können.
06.12.06
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