Pfleiderer

Personal-Karussell dreht sich


Michael Ernst


Dr. Robert Hopperdietzel
Fotos: Pfleiderer
NEUMARKT. Im Pfleiderer-Konzern dreht sich das Personal-Karussell in der Vorstandsetage weiter.

Nach dem aufsehenerregenden Abgang des Finanzvorstandes Derrick Noe wegen "unüberbrückbarer persönlicher Differenzen"(wir berichteten) will nun Personalvorstand Michael Ernst zum Januar 2009 seinen Vorstands-Vertrag auslaufen lassen und aus dem Unternehmen ausscheiden.

Technik-Vorstand Dr. Robert Hopperdietzel rückt im Vorstand zum Stellvertreter von Vorstandsvorsitzendem Hans Overdiek auf, heißt es in einer Pressemitteilung des Neumarkter Unternehmens weiter. Zudem wurde Hopperdietzels Vertrag mit Wirkung vom Mittwoch vorzeitig um fünf Jahre verlängert.

Hopperdietzel gehört seit September 2006 dem Vorstand der Pfleiderer AG an und ist verantwortlich für die Bereiche Technik und Operations/Werke sowie für die Region Osteuropa. "Er hat seit seinem Eintritt in das Unternehmen durch die Einführung eines globalen Produktionssystems die technische Leistungsfähigkeit der Pfleiderer-Werke nachhaltig verbessert und die Expansion des Unternehmens in Osteuropa konsequent weiter geführt", heißt es in der Pfleiderer-Pressemitteilung.

Michael Ernst (59), der seit 2000 dem Vorstand der Pfleiderer AG angehört, hat sich "aus persönlichen Gründen entschieden, mit dem Auslauf seiner derzeitigen Vorstandsbestellung vertragsgemäß Ende Januar 2009 aus der Gesellschaft auszuscheiden", heißt es weiter. Ernst verantwortet die Ressorts Personal, Recht, IT und Organisation.

Wenige Stunden vor der Mitteilung über die Personalentscheidung hatte das Unternehmen bekanntgegeben, daß Pfleiderer die Dividende seiner Aktie von 25 auf 30 Cent erhöhen will (wir berichteten).
19.03.08

30 Cent pro Aktie

NEUMARKT. Die Pfleiderer AG will die Dividende ihrer Aktie von 25 auf 30 Cent erhöhen.

Auf der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch hat der Aufsichtsrat dem Dividendenvorschlag des Vorstands zugestimmt und beschlossen, der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni für das Geschäftsjahr 2007 die Ausschüttung einer Dividende von 0,30 Euro pro Aktie vorzuschlagen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dividendenberechtigt sind derzeit 50.937.651 Aktien.

Damit soll die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 5 Eurocent angehoben werden (wir berichteten). Mit diesem Schritt sollen die Aktionäre der Pfleiderer Aktiengesellschaft zum einen angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt werden, hieß es. Darüber hinaus sichere sich das Unternehmen damit aber auch einen ausreichenden Spielraum für Investitionen in die geplante "weitere profitable Expansion des Konzerns".

Die Anleger reagierten positiv auf die Nachricht. Die Aktie stieg zeitweise um nahezu vier Prozent auf 14,51 Euro.
19.03.08

Viele "Geistesblitze"


Die Sieger des 13. Regionalwettbewerbs Oberpfalz von "Jugend forscht/Schüler experimentieren" mit der Paten-Beauftragten und Personalleiterin des Pfleiderer-Konzerns, Anke Giesen und Wettbewerbsleiter Herbert Gimpl.
Fotos: Pfleiderer, Erich Zwick


Mit ihrem Parkett-Rüttler revolutionieren Wolfgang Stiegler,
Florian Regnet und Beate Federhofer die Fußbodenverlege-
branche.


Den "Thread-Master" wollen sich Dominik Rupp und Bernhard
Strobl mit Hilfe eines Patentanwalts schützen lassen.


Dank und Anerkennung für die Unterstützung spricht Wettbe-
werbsleiter Herbert Gimpl den Kollegen der Neumarkter Gym-
nasien aus.


Wer nicht das imaginäre Siegertreppchen erklomm, durfte einen
Erinnerungspreis mit nach Hause nehmen.
NEUMARKT. Wer hätte das gedacht? - Landrat Albert Löhner ist nicht nur auf der kommunalpolitischen Bühne ein As, sondern auch als "Hausmann" topfit. Es ist zwar schwer vorstellbar, dass er in seiner Freizeit das Bügeleisen in die Hand nimmt, doch er versicherte dies glaubhaft. Und zwar bei der Preisverleihung des 13. Regionalwettbewerbs "Jugend forscht/Schüler experimentieren" am Freitag im "Plenarsaal" des Landratsamtes.

Dort überreichte er den beiden Schülerinnen Julia Lippert und Marina Schönberger den "Sonderpreis des Landkreises" für ihre Erfindung eines schnurlosen Bügeleisens, wobei ihm die Begeisterung für diese häusliche Arbeitserleichterung sichtlich anzumerken war. Vermutlich ist er einer der ersten Käufer des Bügelwunders, wenn es Marktreife erlangt hat.

Nicht so erdverbunden ist der zwölfjährige Bernhard Dendorfer aus Brennberg bei Regensburg. Er konstruierte eine Rakete, die mit Wasser und Luft angetrieben wird. Von der Wirkung war der Pfiffikus selbst überrascht - der Flugkörper entwickelte eine Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern und brauste gefährlich weit. Der Tüftler sollte mit der NASA Kontakt aufnehmen.

Bei den Regionalsiegern von "Jugend forscht" zeigten die "Platzherren" aus dem Pfleiderer-Konzern (mit Rail.One und Europoles), dass sie die hellsten Köpfe der Oberpfalz in ihren Reihen haben. Das erfüllte natürlich die Patenbeauftragte des Regionalwettbewerbs und Personalleiterin der Pfleiderer AG, Anke Giesen, und den Wettbewerbsleiter Herbert Gimpl vom Ostendorfer-Gymnasium mit berechtigtem Stolz.

Da sind zu nennen: Dominik Rupp aus Freystadt-Lauterbach und Reinhard Strobl aus Lauterhofen-Brunn, die mit ihrem "Thread-Master" sicherlich Furore machen. Mit ihrer Erfindung wird ein krummes Abschneiden eines Außengewindes vermieden.

Mit dem "Parkett-Rüttler" revolutionieren Wolfgang Stiegler-Neumarkt, Florian Regnet-Deining und Beate Federhofer-Velburg die Fußbodenverlegung. Die Schlagbewegung durch Muskelkraft ersetzen sie durch einen Pneumatikzylinder.

Manuel Nutz, Willibald-Gluck-Gymnasiast, hätte vermutlich selbst einen Albert Einstein mit seinen "Schnitten von Hyperkuben und Hyperebenen im mehrdimensionalen Raum" in Erstaunen versetzt. Er bringt "höhere Dimensionen mit besser vertrauten niedrigeren Dimensionen" in Bezug. Kapiert? - die Jury war jedenfalls begeistert.

Christoph Seger, Johannes Spies, beide aus Neumarkt, und Alexander Hengl aus Wissing dachten mit ihrer "intelligenten Raumbeleuchtung" da schon auch für Laien "begreifbarer". LEDs, die flächendeckend über die Raumdecke verteilt sind, werden dort aktiviert, wo sich gerade eine Person aufhält.

"SLS" lautet das Kürzel für ein System, das Leben retten kann. "Save life System" oder sehr frei übersetzt "Gurtnotfallabschneidesystem" dient dazu, den Sicherheitsgurt schnell und einfach zu durchtrennen, wenn sich beispielsweise ein Fahrzeug überschlagen hat und auf dem Dach liegt.

Wer bei Jugend forscht/Schüler experimentieren nicht Wettbewerbssieger wurde, konnte noch einen der zahlreichen Ehren- und Anerkennungspreise mit nach Hause nehmen, die zumindest dazu motivieren, im nächsten Jahr mit neuen Geistesblitzen zu brillieren.
Erich Zwick

29.02.08


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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