Kneipenbühne Oberweiling

"Glückspilzvergiftung"


Björn Pfeffermann
NEUMARKT. Am Samstag gibt es in der Oberweilinger Kneipenbühne "Ein furioses Wechselspiel aus aktuellen politischen Betrachtungen und privaten Sentimentalitäten. Mit dem sympathischen Hochdeutsch eines Franken, variationsreichem Wortwitz und einer gehörigen Portion Zynismus entführt Pfeffermann in die viel beschworene Medienbranche, die uns am Ende bloß unserer Freiheit beraubt." (Süddeutsche Zeitung)

Durch Auftritte bei "Ottis Schlachthof" und Gastspiele auf zahlreichen renommierten Bühnen hat sich Björn Pfeffermann inzwischen einen großen Fankreis erschlossen. Mit seinem zweiten Solo "Glückspilzvergiftung" spielt er sich endgültig in die Liga der spannendsten Kabarettisten seiner Generation: Ehrlich, bissig und unheimlich komisch.

Björn Pfefferman ist Träger verschiedener Preise wie dem "Giesinger Kulturpreis" 2006 (1. Platz) "Comedy Academy", München (1. Platz) Wettbewerb Prinzregentengarten, München (1. Platz) "Comoly", München (2. Platz) "Der nächste bitte", Höchberg/Bad Bocklet (3. Platz) "Thurn & Taxis Kabarettpreis", Regensburg (3. Platz), ist Teilnehmer in der Endrunde des "Kabarett Kaktus", München und hat eine eigene Show: in der "ComedyLounge" ist er einmal monatlich als Veranstalter, Moderator und Comedian in der Monofaktur, München zu erleben.
20.10.09

Staunende Zuhörer


Martin C. Herberg
NEUMARKT. Vier Gitarren stehen auf der Bühne, nämlich drei akustische und eine (elektrische) Synthesizergitarre, ferner ein Sammelsurium an Flöten, Mundharmonikas, Bottlenecks, eine Metallstange und eine Anzahl klug ausgewählter Effektgeräte.

Martin C. Herberg, sympathischer Wuppertaler Gitarrenzauberer der etwas anderen Art, betritt die Bühne in Oberweiling, und ohne großes Federlesen, als sei es das Selbstverständlichste der Welt, beginnt er sein Konzert auf der klassischen Gitarre mit einem virtuosen spanischen Schaustückchen, lässt mit Hingabe und Feuer ein irisches folgen, um sogleich im dritten Streich mit einem musikalischen "Road Movie" alle denkbaren Register der Gitarren-Kunst und -Performance zu ziehen: da erlebt der erstaunte Zuschauer Pizzicati mit der Linken, während die Rechte verschrobene Rhythmen auf dem Gitarrenkorpus klopft, da bekommt der Zuhörer Bottleneckmelodien und komplizierte Harmoniewechsel in höchstem Tempo zu hören, da fügt sich nahtlos ein Bassolo an eine perkussive Begleitung - alles innerhalb weniger Minuten.

Kaum hat man den staunenden Mund geschlossen, legt der Gitarrenwizard los mit seinem "Wasserstück", das sich ähnlich wie die Moldau von Smetana von einem Bächlein zu einem stattlichen Fluss entwickelt, der bei Herberg jedoch in einem unergründlich tiefen Dschungel verschwindet.

Herberg verwendet statt des romantischen Symphonieorchesters allerdings Echos, Flanger, die oben erwähnte Stange, mit der er gleitende Akkorde produziert, ein Wahwahpedal, Vogelpfeifen, seine Synthesizergitarre als eine Art Drohne, kurz angezupft und ansonsten unbemannt.

In dem stillen meditativen, kontemplativen "Like a Feather" stellt er dann dieses klanglich faszinierend variable Instrument vor.

Damit nicht genug, er dämpft eine Gitarre mit Papierstreifen, damit sie so klingt wie ein Klavier und interpretiert eine Ragtimenummer; eine andere präpariert er mit Hölzchen so, dass man karibische Steel Drums zu hören vermeint. Seine Version von "Paint it Black" - sein Renner seit 1966 - ist unglaublich variantenreich und mündet in einen Fred-Frith Trick par excellence.

Die musikalische Beschreibung eines Polarlichtes wirkt so gelungen, dass man bei geschlossenen Augen eines vor sich zu sehen vermeint. Dann wiederum überrascht er mit gefühlvollen Bluesnummern, die in einem high speed Boogie münden oder in einen Rock'n'Roll. Er wird entzückend lyrisch, wenn er mit den Elfen tanzt, politisch im Raincoat Song, philosophisch in seinem Stück "Questions".

"Those were the days" von Paul McCartney - der auf der "Steel Drum Gitarre" gespielte Ohrwurm -, eine seiner Zugaben, drückt das wehmütig-schelmische Zwinkern eines alten Hasen aus, der auf tausende von Auftritten in der ganzen Welt zurückblicken kann.

Das alles und noch viel mehr durfte ein erlesenes Publikum am Samstag in der Kneipenbühne erleben.
18.10.09

"Total Guitar"


Martin C. Herberg
NEUMARKT. Längst ist er vom Geheimtip zum Kultgitarristen avanciert. Mit seinem Programm "Total Guitar" hat Martin C. Herberg in den letzten 34 Jahren über 2500 Auftritte in Europa und Nordamerika absolviert und acht Studio- und zwei Live-CDs auf seinem eigenen Label "Lonesome Loser Records" veröffentlicht.

Egal ob in Kleinkunstbühnen, alternativen Kulturzentren oder auf Festivals, seine Auftritte sind ein Konzerterlebnis der besonderen Art. Die unkonventionelle Melange aus virtuosen Gitarrenstücken, exzellenten Songs, klangmalerischen, sphärischen Eigenkompositionen und eigenwilligen Interpretationen von "Klassikern" der U- und E-Musik lässt keine Langeweile aufkommen und begeistert Jung und Alt bis zur letzten Minute, heißt es in der Ankündigung.

Mühelos lässt er verschiedenste Stilrichtungen zu einem homogenen Ganzen zusammenfließen, wobei ihm sein Studium der Klassischen Gitarre ebenso zugute kommt, wie seine Mitgliedschaft in verschiedenen Rock-, Blues- und Flamencoformationen. Kurzum: M.C.H. bietet mit "Gitarren Total" eine hörens- und sehenswerte Performance, die auch hochgesteckte Erwartungen erfüllt.

Am Samstag gibt es in der Kneipenbühne ein Wiedersehen mit dem Ausnahmegitarristen.
12.10.09

"Fallbeil-Spiele"


Michi Marchner
NEUMARKT. Kabarett aus Bayern gibt es am Samstag in Oberweiling, wenn der "Dichter, Denker, Wortverrenker" Michi Marchner mit seinem Soloprogramm "Fallbeilspiele" in der Kneipenbühne debütiert.

Marchner ist dem Oberweilinger Publikum von den hinreißenden "Les Derhosn" bekannt, einer mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten festen Größe in der Münchner Kabarettszene, wo er als Frontmann und kreativer Kopf fungiert.

Meist ist er freundlich, charmant und gut gekleidet. Da spielt und singt er seine Lieder von Liebe, Tod und Schlachthofangestellten. Da erzählt er die Geschichten, die das Leben endlich mal schreiben sollte. Aber wenn die Welt gemein wird – wenn das Leben wieder mal zubeißt – dann beißt Marchner zurück!

Bloß nix gefallen lassen! Das Leben ist ein Spiel – ein "Fallbeil-Spiel!"
10.10.09


Anfang ... 97 - 98 - 99 - 100 - [101] - 102 - 103 - 104 - 105 ... Ende

Übrigens: Sie können jetzt alle Themen aus neumarktonline auch im NEUMARKTER FORUM diskutieren
Telefon Redaktion


Deining im Internet - die Lokalausgabe der Internet-Tageszeitung neumarktonline. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Deining im Internet
ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
Deining im Internet - die Lokalausgabe der Internet-Tageszeitung neumarktonline. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Deining im Internet
ISSN 1614-2853
15. Jahrgang